Niemand darf durchs Netz fallen

Junge Menschen in Wohnungsnot zwischen Jugendhilfe und Wohnungsnotfallhilfe
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Bunte, gebastelte Häuser

Zu Anmeldung und Programm 

Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren stellen einen erheblichen Anteil der Menschen in Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit dar. Die Gründe, weshalb junge Menschen von Wohnungsnot oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, sind vielfältig. Ein Aspekt, der im Rahmen der Tagung beleuchtet werden soll, betrifft die Hilfesysteme der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Wohnungsnotfallhilfe. Sie stehen vielerorts in unterschiedlicher Weise vor der Herausforderung, auf die existenziellen Notlagen junger Menschen angemessen zu reagieren.

Verbindende und rechtskreisübergreifende Unterstützungsangebote finden sich bislang insbesondere im Rahmen von Modellprojekten. Gleichzeitig zeigt sich, dass Übergänge zwischen den Hilfesystemen, bestehende Schnittstellenprobleme und ungeklärte Zuständigkeiten dazu beitragen können, dass junge Menschen auf befristete private Lösungen zurückgreifen. Hierzu zählen beispielsweise Mitwohnmöglichkeiten oder Couchsurfing. Solche Arrangements können zwar kurzfristig entlasten, sind jedoch nicht selten mit Abhängigkeiten sowie Risiken von Grenzverletzungen, Gewalt- oder Ausgrenzungserfahrungen verbunden.

Um jungen Menschen in Wohnungsnot verlässliche Perspektiven zu eröffnen, bedarf es verstärkter Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen: innerhalb der jeweiligen Systeme ebenso wie in der Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe und Wohnungsnotfallhilfe. Ziel ist es, bedarfsgerechte Notschlafplätze, geeigneten Wohnraum sowie nachhaltige Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe bereitzustellen.

Die Tagung lädt Fachkräfte aus verschiedenen Hilfesystemen, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Wohnungsnotfallhilfe, ebenso wie Verantwortliche in Kommunen, Landkreisen, Ländern und auf Bundesebene in einen gemeinsamen Denk- und Inspirationsraum ein. Ausgehend von den bestehenden Herausforderungen sollen konkrete, rechtskreisübergreifende und vernetzte Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert werden. Deren erfolgreiche Umsetzung setzt geeignete Rahmenbedingungen und eine entsprechende Förderpolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene voraus.

In Kooperation mit: 

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Kosten-Anmerkungen
Die Kosten finden Sie auf der Seite der BAGW bei der Tagung: https://www.bagw.de/de/veranstaltungen/fachtagungen/jugendwohnungslosigkeit.
Datum
08.12.2026-09.12.2026
Abgesagt
Ort
Veranstaltungstyp