SGB VIII Reform

Image
Vielfalt Inklusion

Im Juni 2021 sind mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz ( KJSG ) mehrere Neuerungen im SGB VIII in Kraft treten. Ein zentrales Element in diesem Kontext ist die Gestaltung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe, die für alle jungen Menschen ob mit und ohne Behinderung die Gesamtzuständigkeit erhält und alle Leistungen aus einer Hand im Rahmen des SGB VIII zur Verfügung stellt. Bisher war es so, dass Kinder und Jugendliche mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung Leistungen zur Teilhabe und/oder aufgrund ihrer Behinderung aus der Eingliederungs- oder sog. „Behindertenhilfe“ nach SGB IX erhalten haben.

In dieser Legislaturperiode wurde beschlossen, dass das BMFSFJ die Gesetzesentwicklung durch einen strukturierten und mehrgliedrigen Beteiligungsprozess flankieren wird. Der Beteiligungsprozess soll 2022 bis 2023 laufen mit einer geplanten Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2024.

Der Startschuss hierfür fiel bereits am 27.06.2022 im Rahmen einer digitalen Auftaktveranstaltung „Gemeinsam zum Ziel: Wir gestalten die Inklusive Kinder- und Jugendhilfe!“, zu der das BMFSFJ Expert*innen aus Bund, Ländern und Kommunen, Fachverbänden der Kinder- und Jugendhilfe, Behinderten- und Gesundheitshilfe, aus Forschung und Wissenschaft sowie Praktiker*innen, die vor Ort in den Kommunen die inklusive Kinder- und Jugendhilfe umsetzen werden, eingeladen hat. Die IGfH war daran beteiligt. Zur Aufzeichnung der Veranstaltung

Der Prozess wird von einer Geschäftsstelle "Inklusive Kinder- und Jugendhilfe" koordiniert werden, die bei der Stiftung SPI eingerichtet werden soll. Derzeit befindet sich eine Webseite zum Beteiligungsprozess im Aufbau.