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SGB VIII Reform

Regierungsentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht


Stand: 02. Oktober 2026
1. KJHSRG: Bundesregierung hält trotz Kritik des Bundesrates an zentralen Reformplänen fest - Erziehungshilfe-Fachverbände mit gemeinsamer Position im parlamentarisches Gespräch 

Am 12. August hat die Bundesregierung den Regierungsentwurf für das 1. KJHSRG vorgelegt. Die IGfH hat sich dazu mit einem Zwischenruf kritisch geäußert: Gegenüber dem ursprünglichen inklusiven Reformziel vollzieht der Regierungsentwurf einen deutlichen Kurswechsel. Die inklusive Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für junge Menschen mit und ohne Behinderung soll nicht mehr verbindlich eingeführt, sondern zunächst über eine fakultative Experimentierklausel erprobt werden. Zugleich sollen die vorgesehenen Vorrang-Regelungen von Regel- und Infrastrukturangeboten vor individuellen Hilfen zur Erziehung erhalten bleiben. Auch Bildungsassistenz in Kitas und Schulen soll grundsätzlich infrastrukturell organisiert werden. Mit diesen Strukturveränderungen verbindet die Bundesregierung erhebliche Einsparerwartungen.

Am 25. September hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum Regierungsentwurf beschlossen. Seine Fachausschüsse hatten zuvor deutlich weitergehende Änderungen empfohlen, die in der konsolidierten Stellungnahme nicht mehr oder abgeschwächt enthalten sind (Zu den Empfehlungen der Fachausschüsse). 

Inzwischen liegt auch die Gegenäußerung der Bundesregierung zur Stellungnahme des Bundesrates vor. Sie hält bei mehreren für die IGfH zentralen Punkten ausdrücklich am Regierungsentwurf fest und spricht sich gegen die Korrekturforderungen des Bundesratsbeschlusses aus.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer SGB VIII Themenseite. 

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