Wirksam schützen
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Ein zentraler Auftrag der Erziehungshilfen ist Kinder und Jugendliche vor Kindeswohlgefährdung zu schützen. Besondere Herausforderungen entstehen jedoch dann, wenn Kinder und Jugendliche gezielt ausgebeutet werden. Als Teil von Täter*innenstrategien werden dabei bewusst Abhängigkeiten geschaffen und die von Ausbeutung Betroffenen erkennen sich selbst häufig nicht als solche. Dies macht es für Fachkräfte besonders schwierig, Ausbeutungssituation wahrzunehmen, richtig einzuordnen und die jungen Menschen angemessen zu unterstützen und zu schützen.
In der Schulung erhalten Fachkräfte grundlegendes Wissen zu verschiedenen Formen der Ausbeutung. Sie lernen mögliche Anzeichen und Bewältigungsstrategien bei betroffenen Kindern und Jugendlichen kennen und erfahren, wie sie angemessen handeln können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Situation von Kindern und Jugendlichen in den erzieherischen Hilfen sowie auf ihren Bedürfnissen im Hilfeprozess.
Zusätzlich vermittelt die Fortbildung einen Überblick über die strafrechtlichen Bestimmungen zu Ausbeutung und Menschenhandel, die Möglichkeiten der Strafverfolgung sowie den Rechten von Betroffenen im Strafverfahren und im Opferschutz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Polizei, Justiz, Schulen, Gesundheitswesen und spezialisierten Fachberatungsstellen, um den Schutz betroffener Kinder und Jugendlicher wirksam zu gestalten.
Abschließend werden angemessene pädagogische Handlungs-, Unterstützungs- und Interventionsmöglichkeiten sowie Ansätze einer wirksamen Prävention diskutiert. Ziel der Fortbildung ist es, Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit zu stärken und sie dabei zu unterstützen, betroffene Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erkennen, angemessen zu begleiten und nachhaltig zu schützen.
Kosten
Kosten inkl. Übernachtung
Beginn am 08.03. um 10:30
Ende am 09.03. um 16:30
