Unerkannt
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Fachbeiträge und Dokumentation des Expert*innen-Gesprächs vom 18.06.2025
Hinweise aus der Praxis, aus Aufarbeitungsstudien und internationalen Forschungsstudien deuten auf ein erhöhtes Risiko junger Menschen in den Erziehungshilfen hin, Ausbeutung zu erleben bzw. nicht ausreichend vor Ausbeutung geschützt zu sein. Diese Hinweise waren Ausgangspunkt eines Expert*innen-Gesprächs, in dem den Fragen nachgegangen wurde, wie Handel mit und Ausbeutung junger Menschen definiert ist und inwiefern junge Menschen (auch) in Deutschland von Ausbeutung betroffen sind. Der besondere Fokus wurde dabei auf die Erziehungshilfen gelegt und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, ob und in welcher Form junge Menschen im Kontext der (stationären) Hilfen einem besonderen Risiko ausgesetzt sind.
Eine zentrale Erkenntnis war, dass Ausbeutung junger Menschen häufig unerkannt bleibt und die Vulnerabilität junger Menschen – auch im Kontext der Erziehungshilfen – oftmals nicht wahrgenommen wird. Zudem weisen das Erfahrungswissen der Fachberatungsstellen als auch internationale Studien darauf hin, dass ein Teil der von Ausbeutung betroffenen jungen Menschen im Kontext stationärer Hilfen angeworben wird. Gleichzeitig wurden große Wissens- und Forschungslückensichtbar. Daraus leiten sich dringende Handlungsbedarfe ab, um junge Menschen vor Ausbeutung zu schützen und Betroffenen passende Hilfe, Unterstützung und Schutz zu bieten.
Die Dokumentation enthält einführende Fachbeiträge von Mitwirkenden zum Thema Ausbeutung junger Menschen, gibt erkenntnisreiche Einblicke in Forschungsstudien aus dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden und zeichnet die intensiven Diskussionen, gewonnenen Erkenntnisse und sichtbar gewordenen Handlungsbedarfen nach.
Ansprechperson
Katja Albrecht I katja.albrecht [at] igfh.de (katja[dot]albrecht[at]igfh[dot]de)
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