Deine Rechte in der Kinder- und Jugendhilfe - einfach erklärt
Das Ziel dieses Projektes ist, den bewährten Rechteratgeber „Rechte haben - Recht kriegen“ entsprechend den rechtlichen Neuerungen im SGB VIII zu aktualisieren sowie ansprechend, barrierearm und inklusiv weiterzuentwickeln. Wesentlich für das Projekt ist der inklusive und beteiligungsorientierte Projektansatz, bei dem junge Menschen mit und ohne Behinderung explizit als Zielgruppe wahrgenommen und zugleich als Expert*innen eingebunden werden.
Mit dem im Juni 2021 in Kraft getretenem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz ( KJSG ) gab es eine Vielzahl neuer gesetzlicher Regelungen, mit denen die Rechte und die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entscheidend gestärkt und die inklusive Ausgestaltung der Angebote und Hilfen nach dem SGB VIII verpflichtend verankert wurden. Diese neuen gesetzlichen Grundlagen erfordern nicht nur die inhaltliche Überarbeitung des Rechteratgebers, sondern auch eine inklusive Ausgestaltung von Informationswegen und -materialien.
Praxiserfahrungen und Studienergebnisse weisen darauf hin, dass viele junge Menschen und Eltern ihre Rechte in der Kinder- und Jugendhilfe nicht kennen und nicht wissen, wer sie bei der Verwirklichung ihrer Rechte unterstützen könnte. Diesem Umstand soll in dem Projekt Rechnung getragen werden.
Die im Rahmen des Projektes entwickelten Produkte sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei der Verwirklichung ihrer Rechte in der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen und die Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen in der Kinder- und Jugendhilfe stärken. Neben einer modifizierten Neuauflage des Rechteratgebers sollen ansprechende, niedrigschwellige, barrierearme und verständliche Formen der Vermittlungen stehen. Für die Entwicklung dieser Formate werden junge Menschen mit und ohne Behinderung im gesamten Projekt als Expert*innen in eigner Sache beteiligt. Ihre Perspektiven, Wünsche und Ideen zur Auswahl der Medien und deren sprachlichen, inhaltlichen und grafischen Gestaltung werden in die Entwicklung der Produkte einfließen.
Die entwickelten Produkte sollen neben jungen Menschen auch Fachkräften, Eltern und Unterstützer*innen junger Menschen zur Verfügung stehen und so wichtige Praxisimpulse setzen.
Zum Ende der Projektlaufzeit werden auf einer Transfertagung die Projektergebnisse und Produkte einer breiten regionalen Fachöffentlichkeit vorgestellt.
Kooperationsprojekt: Internationale Gesellschaft für erzieherischen Hilfen ( IGfH ) und Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter
Kontakt für die IGFH:
Katja Albrecht
katja.albrecht [at] igfh.de
Tanja Redlich
tanja.redlich [at] igfh.de
Gefördert von: