Sexualität, geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung – professionell handeln in den stationären Erziehungshilfen
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Über 30 Prozent der Jugendlichen in stationären Erziehungshilfen verorten sich laut der CLS-Studie als LSBTIQ*. Sexualpädagogische Einrichtungskonzepte und institutionelle Wissensbestände sind jedoch noch nicht immer an diese Normalität queeren Lebens angepasst. Die Fortbildung legt Grundsteine zur Entwicklung eine queer-sensiblen Haltung und nimmt Kompetenzen zur individuellen Unterstützung ebenso in den Blick wie Herausforderungen in stationären Settings.
Im ersten Teil wird es einen Einblick in queer-sensible sexualpädagogische Praxis geben. Welche Themen bewegen queere Jugendliche und mit welcher Haltung können wir als pädagogische Fachkräfte gut unterstützen? Dies setzt eine grundlegende Bereitschaft der Teilnehmenden voraus eigene Bilder von Geschlecht und Sexualität zu reflektieren.
Der zweite Teil widmet sich vertieft Fragestellungen einer konkreten Umsetzung und Integration von queer-sensiblen Methoden und Interventionen. Hierbei werden praktische Fragen betrachtet, wie Bedarfe bei Coming-Out und Transition oder Unterstützungsmöglichkeiten bei Diskriminierungs- und Konflikterfahrungen. Daneben wird auch in den Blick genommen, wie Einrichtungen insgesamt von einem queeren, also nicht-normativen Blick auf Geschlecht und Begehren profitieren. Anhand eines Fallbeispiels wird der Prozess und die damit verbundenen Herausforderungen einer queer-sensiblen Öffnung einer stationären Einrichtung konkret nachvollzogen und diskutiert.
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter*innen von Einrichtungen, die ihr sexualpädagogisches Konzept erstellen oder überarbeiten möchten, sowie an Fachkräfte die sicherer und sensibler in Bezug auf queere Jugendliche werden möchten.
Die Fortbildung findet statt in Kooperation mit der BAG Mädchen*politik.
Kosten
jeweils 09:00-12:30