Die Drei-Komponenten-Hilfe Tagesgruppe nach § 32 SGB VIII und die aktuellen Herausforderungen
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Die Hilfeform Tagesgruppe ist nach wie vor relativ unbekannt – oft verwechselt mit dem Hort, geprägt von den individuellen, oft unterschiedlichen Vorstellungen von Jugendämtern, Trägern und Mitarbeitenden, was eine Tagesgruppe sein soll und was sie leisten muss… schnell gerät die Hilfeform Tagesgruppe in die Nähe einer Ganztagsbetreuung. Zudem weichen Leistungsbeschreibungen und Konzept häufig von der Alltagsrealität ab, was immer wieder zu Problemen mit dem Kostenträger führt.
Dabei benennt der Gesetzestext in § 32 SGB VIII die Aufgaben einer Tagesgruppe sehr deutlich: Unterstützung der Entwicklung des Kindes, Begleitung der schulischen Förderung und Elternarbeit. Jeder Fall ist zunächst ein Einzelfall mit spezifischen Anforderungen an die Tagesgruppe, vereinbart im Hilfeplan.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigt die Tagesgruppe mehr als nur ein Gruppensetting. Sie benötigt eine klare Tages- und Wochenstruktur, geplante und gezielte Förderangebote für die Entwicklung des Kindes auch im schulischen Bereich, eine gezielte und geplante Eltern- und Familienarbeit auch in der Häuslichkeit, Netzwerkarbeit, eine Zusammenarbeit mit Schulen und eine gute, nachvollziehbare Dokumentation.
Die Fortbildung bietet:
- Einen Überblick über die Entwicklung der Hilfeform Tagesgruppe in der BRD,
- die Vorstellung einer klaren Strukturierung der Tagesgruppe für den Tag und die Woche,
- die Vorstellung des TG-Phasenmodells: Anfangshase, Intensivphase, Auslaufphase mit ihren entsprechenden Inhalten,
- zielgerichtete Dokumentation, die von außen nachvollziehbar ist,
- Praxisbeispiele und Diskussionen zu den genannten Themen.
Kosten
Kosten inkl. Übernachtung
Beginn am 08.11. um 14:00
Ende am 10.11. um 13:00